Ermittlungserfolg
Boss der Berliner "Gullydeckelbande" verhaftet
Sie warfen mit Gullydeckeln Fenster und Türen ein, raubten die Geschäfte aus. Jetzt wurde der Anführer der Bande beim Fußballgucken gefasst.
Eine jahrelange Serie von Einbrüchen der sogenannten Gullydeckelbande in Berlin ist aufgeklärt. Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Berlin mitteilte, wurde der Anführer der Gruppe am Dienstag in einem Café in Charlottenburg verhaftet.
Die 25 Mitglieder der Bande im Alter zwischen 19 und 26 Jahren sollen zahlreiche "Blitzeinbrüche" in Elektronikgeschäfte, Tabakwarenläden, Juweliergeschäfte und Tankstellen begangen haben. Dabei warfen sie schwere Gullydeckel gegen Fenster oder Türen und verschafften sich so Zugang. Allein seit März 2012 erbeuteten die teils als Intensivtäter bekannten Einbrecher rund 300.000 Euro.
In einem Fall bemerkte eine Polizeistreife in Steglitz die Einbrecher. Obwohl ein Beamter mit seiner Waffe schoss, konnten die Täter fliehen. Sie hatten für ihren Beutezug hochwertige Mietwagen verwendet und waren damit davongerast.
Der jetzt festgenommene 26-Jährige hatte am Dienstag gerade in einer Cocktailbar die Übertragung der Fußball-EM verfolgt, als die Ermittler ihn fassten. Bereits Anfang Juni waren sechs mutmaßliche Mitglieder der Bande bei eine Razzia verhaftet worden.
Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) begrüßte die Festnahme des mutmaßlichen Drahtziehers. Dies zeige, dass eine engere Zusammenarbeit "zwischen Justiz und Polizei nicht nur möglich ist, sondern erfolgreich sein kann".














