ADFC-Sternfahrt Autos ohne Chance - 150.000 Menschen radeln durch Berlin

Foto: DAPD

Avus gesperrt, der Autobahn-Südring auch: Trotz frühherbstlichem Wetter fuhren Zehntausende bei der ADFC-Sternfahrt mit.

Berliner und Brandenburger Fahrradfahrer sind seit Sonntagmorgen auf einer Sternfahrt durch die Hauptstadt unterwegs. Bis zum späten Vormittag beteiligten sich rund 150.000 Radfahrer auf 19 verschiedenen Routen, wie eine Sprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) auf Anfrage sagte. Die Stimmung sei fröhlich und heiter, viele Teilnehmer seien "mit Kind und Kegel" gekommen, fügte sie hinzu.

Viele Straßen wurden wegen der Sternfahrt zeitweise gesperrt - darunter auch die Avus und der Autobahn-Südring. Größere Staus seien nicht entstanden, sagte ein Berliner Polizeisprecher. Die meisten Autofahrer seien auf die Verkehrsbehinderungen eingestellt gewesen.

Die Radfahrer kamen wie in den vergangenen Jahren auch am frühen Nachmittag auf dem Umweltfestival der Grünen Liga am Brandenburger Tor an. Unter dem Motto "Zukunft (er)leben" wurde auf der Straße des 17. Juni an mehr als 200 Ständen Kulinarisches und Wissenswertes angeboten, wie eine Sprecherin sagte. So konnten sich Besucher über Urban Gardening, die Aktion "Mit dem Fahrrad zur Arbeit" und die Ziele des Berliner Energietischs informieren. Außerdem wurden ökologische Toiletten, Solarkocher und die weltweit erste kartonierte Lehmbauplatte vorgestellt.

Der Chef der Grünen Liga Berlin, Leif Miller, sagte, das Festival habe bewiesen, dass Rücksicht auf die Umwelt und ein schonender Umgang mit Ressourcen möglich sind und gleichzeitig viel Spaß machen können. Mit der Veranstaltung wurde nach seinen Worten vor dem Weltgipfel in Rio de Janeiro auch ein Zeichen an die verantwortlichen Politiker gesandt. Diese sollte sich tatkräftig für klimafreundliche Innovationen einsetzen und weltweit auf verbindliche Richtlinien für nachhaltigen Konsum einigen.

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