30.04.12

Best of Berlin

Das sind die besten Eisdielen der Hauptstadt

Für Berlins Eisdielen beginnt jetzt die Hochsaison – mit neuen Sorten und ungewöhnlichen Kreationen. Hier sind unsere Tipps.

Foto: Glanze
Glanze-Eis
Marie, Katrin und Emilian mit seinen Eltern Rosa und Werner vor dem Eisladen Fräulein Frost in Neukölln (v.l.)

Die Eiszeit hat wieder begonnen. Mit vielen neuen Spezialitäten und exotischen Namen wie Guzimi, Dopamino oder Sorriso do Brasil starten die Eisdielen in die Saison. Morgenpost Online stellt zehn Läden vor, wo es sich lohnt, einmal vorbeizuschauen.

Dopamino bei Caramello

Öko muss nicht grau-braun sein und fad schmecken. Dafür ist der Laden Caramello der beste Beweis. Dort werden alle Eissorten aus Bio-Lebensmitteln hergestellt. Zudem gibt es vegane Eissorten. In ihnen befindet sich kein tierisches Produkt, also weder Milch noch Ei. Die Spezialität ist die Sorte Dopamino – der italienische Name für Glückshormone. Woraus die Eissorte besteht, ist Betriebsgeheimnis. Nur so viel sei verraten: Der Geschmack ist dem Namen der Eisdiele nicht unähnlich. Wer sein Eis mitnehmen möchten: Genießen kann man es zum Beispiel im Park am nahegelegenen Wasserturm.

Caramello, Rykestraße 7, Prenzlauer Berg, geöffnet tgl. von 11 bis 20 Uhr

Guzimi bei Fräulein Frost

Besonders zu empfehlen ist bei Fräulein Frost das Fruchteis. Dieses schmeckt dort nach der jeweiligen Sorte und nicht nach Zucker. Denn das Obsteis wird mit einem besonders hohen Fruchtanteil von mindestens 50 Prozent hergestellt. Zur Auswahl stehen auch die etwas kuriosen Sorten Erdbeer-Basilikum, Kürbiskern-Vanille und Guzimi. Letzteres ist die Abkürzung für Gurke, Zitrone, Minze. Vor dem Eisladen stehen Schlitten, auf denen man sein Eis schlecken kann. Oder man geht bis zum Maybachufer.

Fräulein Frost, Friedelstraße 39, Neukölln, geöffnet Montag bis Freitag ab 13 Uhr, Samstag und Sonntag ab zwölf Uhr bis abends (wetterabhängig)

Apfelkuchen-Eis im Eiscafé Angelina

Das Schokoladeneis sei immer das begehrteste, sagt Tamara Inguaggiato, Inhaberin des Eiscafés Angelina in Alt-Lübars. Dabei habe sie zwischen 60 und 65 Sorten im Angebot, von denen aber "leider nur 16 in die Vitrine passen". Deshalb wechsle sie häufig die Sorten. Spezialität ist die Sorte "Omas Apfelkuchen". Wer eine Laktose-Unverträglichkeit hat, kann zwischen vielen Sorbets wählen. Beliebt ist das Mango-Sorbet. Mit dem Eis in der Hand lässt sich der Dorfanger von Alt-Lübars mit Kirche und altem Schulhaus erkunden. Beschaulich – eben wie auf dem Dorf.

Eiscafé Angelina, Alt-Lübars 36, geöffnet wochentags 12–20.30 Uhr, Wochenende und Feiertag 11–20.30 Uhr

Cookies & Cream bei den Eispiraten

Die Eispiraten spachteln das Eis in Schichten in den Pappbecher. Das allein ist für viele Fans schon der entscheidende Grund, hier das Eis zu kaufen. Dabei sind viele Sorten ohnehin eine Mischung. So gibt es Cookies and Cream, Quark-Heidelbeere und Omas Apfelkuchen. Seinen Becher kann man auch gut am Boxhagener Platz in der Sonne leer löffeln.

Eispiraten, Grünberger Straße 85, Friedrichshain, geöffnet Montag bis Freitag ab 14 Uhr, Sonnabend und Sonntag ab 12 Uhr bis jeweils 20 Uhr (wetterabhängig)

Mojito im Eisladen

Der Eisladen in Kaulsdorf ist unter Berlinern längst Kult. Mehr als 150 Sorten stehen zur Auswahl. Untern ihnen so abgefahrene wie Schwarze Vanille und Drachenfruchteis. Besonders verwegen ist allerdings die Geschmacksrichtung Mojito. Das ist der Eis gewordene Cocktail aus Rum, Limetten und Minze.

Eisladen, Bausdorfstraße 65, Kaulsdorf, geöffnet tgl. von 10–20 Uhr

Sorriso do Brasil im Coco Beach

32 Sorten gibt es im Eiscafé Coco Beach, dabei wechseln sie ständig. Gerade neu ist ein Joghurteis mit Nüssen, Mandeln und Honig. Die außergewöhnlichste Sorte allerdings ist Sorriso do Brasil – ein Cocktail aus Vanilleeis, Kirschen, Schokosoße, Krokant und Kokos. Zu den beliebtesten gehört das Meraviglioso mit Vanilleeis, Sesam und Schokolade. Auch wer ein Eis "außer Haus" kauft, darf auf der Terrasse Platz nehmen.

Coco Beach Lichtenrade, Lichtenrader Damm 44, geöffnet täglich von 9 bis 23 Uhr, auch an Feiertagen

Zartbitter-Chili im Café Eisgrün

Ein kleines Stück Italien am Kudamm: Das Café Eisgrün hat mehr als 90 Eissorten im Angebot – alle werden selbst nach einem traditionellen italienischen Rezept hergestellt. Darunter gibt es auch ausgefallene Sorten wie Zartbitter-Chili. Allergiker müssen sich nicht zurückhalten: Alle reinen Fruchteissorten sind laktosefrei. Die Gäste können ihr Eis auf der Schankveranda oder dem benachbarten Henriettenplatz genießen. Den Cabrio-Korso auf dem Boulevard gibt es gratis dazu.

Café Eisgrün, Kurfürstendamm 115, Halensee, geöffnet täglich 10 bis 21 Uhr

Pinie in der Eismanufaktur Berlin

Mit dem Stil der 80er-Jahre wartet die Eismanufaktur auf. In dem Café laden gemütliche Sofas zum Verweilen ein, auf der Terrasse stehen keine Bierbänke, sondern Holzstühle. Die Eismanufaktur gilt als Spezialist für Sorbet. Ganz neu im Programm ist ein Orangensorbet. Zu den Publikumslieblingen gehört ein Kakao-Sorbet. Es gibt aber auch Eissorten wie Rhabarber und Pinie. Der angebotene Kaffee wird in Berlin geröstet. Wer sein Eis in die Hand nehmen möchte, kann am nahe gelegenen Planufer entlangspazieren.

Eismanufaktur Berlin, Graefestraße 7, Kreuzberg, geöffnet tgl. 12–22 Uhr

Ziegenmilcheis im Eisladen Luisenstraße

Klein aber fein ist der Eisladen in der Luisenstraße. Er hat 32 Eissorten im Angebot. Besonders gefragt ist derzeit das Ziegenmilcheis. Eine ganz neue Kreation ist die Sorte Schwarze Vanille. Dieses Eis wird mit Blüten rot eingefärbt und schmeckt cremiger als herkömmliches Vanille-Eis. Innen und außen bietet die Eisdiele nur wenige Sitzplätze. Dafür können sich die Kunden ihr Eis bei einem Spaziergang am Spreeufer schmecken lassen.

Eisladen Luisenstraße, Luisenstraße 14, Mitte, geöffnet tgl. 11–20 Uhr

Cookie bei Florida

Vier Filialen gibt es von Florida-Eis, zwei in Spandau und zwei in Tegel. Eine davon ist in der Spandauer Klosterstraße. Dort sind von 50 verschiedenen Sorten jeden Tag 24 im Angebot. "Der Renner ist unser Cookie-Eis", sagt eine Mitarbeiterin. In dem traditionellen Eiscafé gibt es 130 Plätze, auf der Sommerterrasse noch einmal 44. Von der Klosterstraße aus kann das Eis auch bei einem Spaziergang durch die Altstadt Spandau genossen werden. In den alten Gassen rund um die Nikolaikirche lässt sich Berlin einmal von einer ganz anderen Seite erleben. kla; mo; viu

Florida-Eiscafé, Klosterstraße 15, Spandau, geöffnet täglich 12–23 Uhr

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