Loveparade-Gründer

Dr. Motte bedauert "Heil Hitler"-Ausfall

Der frühere DJ und Produzent Dr. Motte ist am Freitagvormittag auf der Kastanienallee in Prenzlauer Berg mit der Polizei und dem Ordnungsamt aneinander geraten und hat sie mit "Heil Hitler" beschimpft. Das bedauert er nun.

Gegen den als Gründer der Loveparade bekannt gewordenen Dr. Motte ist am Freitag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Das erfuhr Morgenpost Online aus ranghohen Sicherheitskreisen. Demnach soll der frühere Berliner DJ und Produzent nach einem Streit mit Polizeibeamten "Heil Hitler" gerufen haben. Auf Anfrage bestätigte ein Polizeisprecher am Freitag den Vorfall.

Dr. Motte, alias Matthias Roeingh, soll am Freitagvormittag gegen 10.40.Uhr seinen Wagen an der Kastanienallee in Prenzlauer Berg falsch geparkt haben. Zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten ihn in daraufhin zur Rede gestellt und ihn auf den Fehler hingewiesen. Daraufhin sei das Gespräch mehr und mehr eskaliert.

Als eine zufällig vorbei kommende Funkstreifenbesatzung hinzukam und sich nach dem Grund der Auseinandersetzung erkundigte soll Dr. Motte sinngemäß geäußert haben, dass er sich durch die Beamten belästigt fühle und habe sie zudem als die "beiden Blockwarte" bezeichnet. Einem Ermittler zufolge habe er zudem die Worte "Heil Hitler" hinzugefügt.

Der Tatvorwurf des Strafermittlungsverfahrens lautet auf "Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen".

Matthias Roeingh tut die ganze Angelegenheit leid. "Ich bin leider unkontrolliert ausfällig geworden", sagt er auf Anfrage von Morgenpost Online. Er habe niemanden persönlich angreifen wollen, fügte er hinzu.

In einem ähnlichen Fall wurde bereits 2008 gegen Ben Becker ermittelt. Der Schauspieler soll damals bei der Ankunft am Flughafen Tegel zur Begrüßung von Freunden Haltung angenommen, den linken Arm zur Brust geführt und den rechten Arm gehoben haben.

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