Humboldt-Forum

Das Aufbau-Team für das Berliner Schloss steht

Nach dem Streit um Franco Stellas Stadtschloss-Pläne geht es endlich wieder um praktische Fragen des Wiederaufbaus: Seit kurzem fungiert die "Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum" als Bauherr. Mit neuen Akteuren nimmt das Bauministerium jetzt die konkreten Planungen für das Humboldt-Forum in Angriff.

Schlagzeilen macht das Berliner Schloss vor allem, wenn es Streit gibt. Streit über die künftige Nutzung, Streit über die Kosten und zuletzt Streit über die Auftragsvergabe an den Wettbewerbssieger Franco Stella. Dieser Disput wurde sogar vor Gericht ausgetragen. Aber mit dem Urteil des Düsseldorfer Oberlandesgerichts, nach dem der Italiener berechtigt ist, seine prämierten Pläne auch zu bauen, rücken wieder die praktischen Fragen des Wiederaufbaus in den Mittelpunkt des Interesses.

Auch während des Rechtsstreits um die Auftragsvergabe liefen die Arbeiten für das Humboldt-Forum ja weiter. Franco Stella überarbeitete seinen Siegerentwurf, und die Bundesregierung sorgte dafür, dass der Wiederaufbau des Schlosses einen institutionellen Rahmen erhält. Dazu wurde eine "Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum" gegründet, die als Bauherr fungiert. Seit dem 1. November hat sie mit Manfred Rettig auch einen Vorstand.

Der Architekt und Städteplaner besitzt die notwendigen Erfahrungen auf diesem Gebiet. Als Geschäftsführer der Bundesbaugesellschaft Berlin von 2001 bis 2009 war er verantwortlich für die Bauten des Bundestages und das Bundeskanzleramt im Spreebogen.

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