Liebigstraße

Steine und Flaschen - 40 Polizisten verletzt

Mehr als 1000 Linksradikale sind durch Berlin gezogen, um gegen die geplante Räumung eines besetzten Hauses in der Friedrichshainer Liebigstraße zu protestieren. Zunächst verlief alles friedlich. Doch am Ende der Route flogen wieder Pflastersteine.

Bei der Demonstration der linken Szene am späten Sonnabend gegen die geplante Räumung eines besetzten Hauses in Berlin-Friedrichshain sind mindestens 40 Polizisten verletzt worden. Wie eine Sprecherin nach einer vorläufigen Bilanz am Sonntag sagte, handelte es sich dabei größtenteils um leichte Verletzungen. Zwei Beamte mussten allerdings in ein Krankenhaus gebracht werden. Zum Vergleich: Bei den Krawallen zum 1. Mai im vergangenen Jahr waren in Berlin knapp 100 Polizisten durch Stein- und Flaschenwürfe verletzt worden. Auch ein Journalist der Nachrichtenagentur dpa wurde diesmal von einem Pflasterstein am Knie getroffen und ambulant im Krankenhaus behandelt.

16 Männer und eine Frau seien festgenommen worden. Ermittelt werde unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 650 Beamten im Einsatz.

Der Protestzug gegen die Räumung des Hauses in der Liebigstraße 14 mit mehr als 1000 Teilnehmern war zunächst friedlich in Kreuzberg gestartet. Sie eskalierte zum Ende, als Vermummte in der Nähe des besetzten Hauses plötzlich Pflastersteine und Glasflaschen auf die Polizei geworfen. Die Beamten wurden auch mit Feuerwerkskörpern beschossen und aus Wohnungsfenstern mit Farbeiern und Flüssigkeiten beworfen. Außerdem seien Laserpointer eingesetzt worden, um die Einsatzkräfte zu blenden.

Zur Startseite
© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.