Hausbesetzer

Linke Szene demonstriert friedlich in Berlin

Gegen die drohende Räumung eines besetzten Hauses in Friedrichshain haben rund 250 Anhänger der linksalternativen Szene in Friedrichshain und Kreuzberg demonstriert. Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle. Vor einer Woche war bei einem ähnlichen Protestzug ein Polizist angegriffen und leicht verletzt worden.

Etwa 250 Mitglieder der linken Szene sind am Sonnabend in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen die drohende Räumung eines besetzten Hauses in Friedrichshain zu demonstrieren. Der Protestmarsch, der von der Rigaer Straße in Friedrichshain zum Kreuzberger Spreewaldplatz führte, verlief nach Polizeiangaben friedlich. Vor einer Woche war bei einer ähnlichen Demonstration ein Polizist angegriffen und leicht verletzt worden.

Die Räumung des besetzten Hauses in der Liebigstraße 14 war zuletzt immer wahrscheinlicher geworden, nachdem Gespräche zwischen Bewohnern, Hauseigentümern und Politikern ergebnislos verliefen. Deshalb hatte die Berliner Antifa- und Hausbesetzer-Szene unter dem Motto "Wir bleiben alle" zu einem erneuten Protestzug aufgerufen.

Schon in der Nacht zu Sonnabend war die Polizei an der Ecke Liebigstraße/Rigaer Straße wiederholt von Unbekannten attackiert worden. Mehrere vorbeifahrende Polizeiautos wurden mit Steinen beworfen. Zudem wurde auf dem Gehweg ein kleines Feuer entzündet. Ob es einen Zusammenhang zu den Hausbesetzer-Protesten gibt, ist nach Polizeiangaben allerdings offen. In der darauffolgenden Nacht blieb es in der Gegend ruhig.

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