Zossen

Haus der Demokratie - Brandursache unklar

Politischer Hintergrund? In der Nacht zu Sonnabend brannte in Zossen das „Haus der Demokratie". Eröffnet wurde das Haus 2009 von der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht"; es sollte verhindern, dass sich in dem Ort feste Neonazi-Strukturen bilden. Doch auch die Initiative hält sich mit Mutmaßungen im Moment lieber zurück.

Die Ursache für den Brand im "Haus der Demokratie" in Zossen in der Nacht zum Samstag ist unklar. Die Ermittler fanden heraus, dass das Feuer in einem Abstellraum ausgebrochen war, wie ein Polizeisprecher sagte. Es seien aber weder Reste von Brandbeschleuniger noch andere Beweismittel entdeckt worden, die eine Aussage zur Ursache zuließen. Von einem technischen Defekt bis hin zu einem politischen Motiv sei alles möglich. Spezialisten des Landeskriminalamts hätten Proben vom Brandort genommen, die im Labor ausgewertet werden müssen. Das könne einige Tage dauern.

Das "Haus der Demokratie" mit einer Nutzfläche von 450 Quadratmetern war bei dem Feuer komplett zerstört worden. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Die Mitglieder der Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht" äußerten sich bestürzt. Sprecher Jörg Wanke. "Solange kein Ergebnis vorliegt, halten wir uns mit Vermutungen zur Brandursache zurück", fügte er hinzu.

Die Bürgerinitiative hatte das "Haus der Demokratie" erst im September 2009 eröffnet. Mit der Einrichtung sollte verhindert werden, dass sich in Zossen feste Neonazi-Strukturen bilden. Schon kurz nach der Eröffnung war das "Haus der Demokratie" verwüstet worden.

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