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01.05.10

So war der 1. Mai in Berlin

Polizei hält Randalierer unter Kontrolle

In Kreuzberg flogen Steine, Flaschen, Feuerwerkskörper, ein Polizist wurde schwer verletzt - trotzdem: Die Polizei hielt die Randalierer unter Kontrolle, beherrschte die Lage. Anders als in Kreuzberg verlief der Protest in Prenzlauer Berg am Nachmittag friedlich: Tausende stoppten dort eine Neonazi-Demonstration - ohne Gewalt.

REUTERS

In Kreuzberg ist es am Abend des 1. Mai 2010 zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Randalierern gekommen - nach einer Demo, die zunächst gewaltfrei begann.

22 Bilder

Auch in diesem Jahr ist Kreuzberg am Abend des 1. Mai zum Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei geworden. Einsatzkräfte wurden am Spreewaldplatz über Stunden mit Steinen und Flaschen attackiert, Feuerwerkskörper flogen, eine Barrikade brannte. Steinwürfe hagelte es auch gegen Einsatzfahrzeuge der Polizei. Anders als im Vorjahr zögerte die Polizei nicht und ging massiv gegen Störer rund um den Spreewaldplatz vor. Wasserwerfer fuhren in der Kottbusser Straße als Drohkulisse auf. Mit Schlagstöcken und Pfefferspray wurde die alkoholisierte Menge auseinander getrieben. Bis Mitternacht hatte sich die Lage dann beruhigt.

Mehrere Gewalttäter wurden festgenommen. Es gab Verletzte. Unter ihnen war auch ein Polizist. Er wurde am Rücken schwer verletzt und auf einer Trage in einem Krankenwagen weggefahren. Ein Messerstich, wie zuerst vermutet, war es laut Polizei nicht. Nach dem Täter wird gefahndet. Doch die Gewaltausbrüche waren nicht so heftig wie 2009. Polizeisprecher Frank Millert sagte, es sei etwas friedlicher zugegangen als im Vorjahr.

Auch tagsüber war die Polizei in der Hauptstadt gefordert. Mit einem massiven Aufgebot wurden Zusammenstöße von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten verhindert. Begleitet von massiven Protesten und Blockaden zogen etwa 600 Neonazis mit mehreren Stunden Verspätung durch den Stadtteil Prenzlauer Berg. Sie kamen aber nicht weit. Mehrere Tausend Menschen stoppten den Naziaufmarsch bereits nach 800 Metern.

286 Neonazis wurden festgenommen, die sich abseits der genehmigten Demonstrationsroute spontan am Kurfürstendamm in der West-City eingefunden hatten. Die Polizei kreiste sie ein und hinderte die Teilnehmer am Weiterziehen. Bereits am Vorabend des 1. Mai waren zwei Neonazis im Ortsteil Schöneweide festgenommen worden. Sie hatten den Hitlergruß gezeigt, als linke Gegendemonstranten an dem Rechten-Treff „Zum Henker“ vorbeizogen. Dort kamen am Maiabend erneut rund 100 Neonazis zusammen.

So verlief der 1. Mai in Berlin:

0:20 Uhr

Nach den Krawallen in Kreuzberg ist auf dem Internet-Videoportal Youtube ein kurzer Film vom Polizeieinsatz aufgetaucht, dass die Polizei in Erklärungsnot bringen dürfte. In dem Video ist ein Polizist zu sehen, der einen schwarz gekleideten Demonstranten gegen den Kopf ritt. Der Autor des Videos betont allerdings auf Youtube, dass er sonst keinerlei übertriebene Gewalt von Seiten der Polizei beobachtet habe.

23.38 Uhr

Die Lage beruhigt sich - auch wegen des Regens. Die Polizei beherrscht die Situation.

23.04 Uhr

An der Nordseite des Kottbusser Damms zieht die Polizei einzelne Randalierer aus den Menschenmengen heraus.

+++

22.57 Uhr

Am Kottbusser Tor hat sich die Lage wieder beruhigt. Wasserwerfer kamen nicht zum Einsatz.

+++

22.50 Uhr

Der in der Wiener Straße angeblich niedergestoche Polizeibeamte wurde nicht durch einen Messerstich verletzt, so die Polizei, sondern durch "stumpfe Gewalt".

22.41 Uhr

Am Kottbusser Tor werden Wasserwerfer zusammenzogen, aber noch nicht eingesetzt. Räumfahrzeuge sind unterwegs.

+++

22.30 Uhr

Demonstranten suchen in Kreuzberg Schutz unter der Hochbahntrasse - es ist übervoll. Randalierer zünden Böller zwischen den Menschen. Polizei erhellt das Szenario mit mobilen Flutlichtanlagen und hält die Skalitzer Straße für den Autoverkehr frei.

+++

22.20 Uhr

Die 50 Rechtsextremisten, die sich am S-Bahnhof Schöneweide versammelt hatten, sind nicht nach Rudow marschiert. Sondern sind in die Gaststätte "Zum Henker" - am Freitag Schauplatz einer Demonstration gegen Neonazis. Insgesamt 100 Menschen befinden sich zur Zeit in dem Lokal, das als Treffpunkt von Rechtsradikalen gilt.

+++


22.19 Uhr

Nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Neuendorf gab es den Abend über immer wieder kleinere Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und Polizeibeamten, aber keine größeren gewaltsamen Zusammenstöße. Vorläufiges Fazit: "Vorläufig haben wir keine schwerverletzten Beamten zu beklagen. Es gab nur vereinzelte Auseinandersetzungen. Die Polizei hat die Situation weitestgehend im Grif", sagte Neuendorf. "Prognosen über den weiteren Verlauf der Nacht können wir aber zum derzeitigen Standpunkt nicht abgeben", sagt der Pressesprecher. Während der Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden mehr als 30 Personen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und schweren Landfriedensbruchs festgenommen.

+++

22.11 Uhr

Der Kreuzberg-Kontrast: Randalierer am Spreewaldplatz - und in geringer Entfernung: 27.000 Menschen feiern friedlich auf dem Myfest.


+++

22.01 Uhr

Der verletzte Polizist am Spreewaldplatz/Wiener Straße wurde angeblich mit einem Messerstich in den Rücken niedergestochen.

21.54 Uhr

In der Reichenberger Straße brennt eine Barrikade. Die Polizei sichert den Ort mit einem massiven Aufgebot an Beamten ab.

+++

21.49 Uhr

Die Angriffe auf Polizisten in Kreuzberg werden von mehreren tausend, zumeist angetrunkenen Schaulustigen verfolgt. Eine aggressive Menge feuerte die Randalierer an. Trotzdem sagt ein Polizeisprecher: „Die Polizei hat die Lage voll unter Kontrolle.“

+++

21.43 Uhr

Die Situation am Spreewaldplatz hat sich weitgehend wieder beruhigt. Zwar sind immer noch viele Menschen auf den Straßen unterwegs. Die vermummten Extremisten haben sich aus diesem Bereich aber anscheinend zurückgezogen.

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21.35 Uhr

Ein erster Krankenwagen ist am Spreewaldplatz eingetroffen. Ein Polizeibeamter ist verletzt worden. Bereits am Nachmittag hat sich ein Beamter beim Löschen einer brennenden Barrikade in Prenzlauer Berg verletzt, konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

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21.18 Uhr

Nach Angaben von Polizeipressesprecher Thomas Neuendorf ist der momentane Brennpunkt der Spreewaldplatz, genau: der Bereich Wiener Straße/Skalitzer Straße. Im Gegensatz dazu sei es im Bereich Oranienstraße/Adalbertstraße bislang relativ ruhig, so Neuendorf.

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21.08 Uhr

Nach Polizeiangaben haben sich rund 50 Rechtsradikale am S-Bhf Schöneweide versammelt: Die Neonazis wollen, wie sie angaben, mit insgesamt 200 Personen in Richtung Rudow. Polizeibeamte sollen die Gruppe begleiten.

21.01 Uhr

Am Spreewaldplatz: Kleine Sitzblockade von rund zwei Dutzend Personen.

+++

20.54 Uhr

Die Polizei meldet genaue Zahlen: "286 Rechtsextremisten in Gewahrsam" - die Neonazis waren vom S-Bahnhof Kurfürstendamm aufgebrochen und hatten dort demonstrieren wollen. Ihnen werden unter anderem Landfriedensbruch und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Die Rechtsextremisten hatten keine Demonstration angemeldet. Unter den Festgenommenen ist auch der NPD-Vorsitzende von Berlin, Jörg Hähnel.

+++

20.43 Uhr

Die Polizei zieht drei Hundertschaften am Spreewaldplatz zusammen. Die Lage dort beruhigt sich wieder etwas. Mehrere Randalierer wurden festgenommen. Es gibt inzwischen erste Verletzte.

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20.39 Uhr

Vermummte liefern sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei. In kleinen Gruppen tauchen Vermummte immer wieder an verschiedenen Orten auf, provozieren, werfen Böller, Flaschen, Steine und verschwinden wieder. In der Wiener Straße/Ecke Ohlauer werfen neben den vermummten Autonomen auch auffällig junge Personen - anscheinend jugendliche Krawalltouristen - Steine auf die Beamten.

+++

20.19 Uhr

Böller und Steine fliegen in der Lausitzer und Skalitzer Straße. Im Bereich Spreewaldplatz greifen Autonome die Beamte einer Hundertschaft von zwei Seiten immer wieder mit Flaschen und Steinen an. Die Polizisten stürmen sofort los und versuchen, Störer zu greifen und die Menge auseinanderzutreiben.

+++

20.15 Uhr

Randalierer werfen nahe des Lausitzer Platzes Feuerwerkskörper in Richtung von Christian Ströbele (Grüne).

+++

20.07 Uhr

An der Demonstration in Kreuzberg und Neukölln haben laut Polizei 10.000 Menschen teilgenommen. Unter den 10.000 waren nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Neuendorf rund 250 gewaltbereite Demonstranten. "Wir behalten sie weiter im Auge, ob sie eventuell auf das Myfest ziehen", sagt Neuendorf.

+++

20.03 Uhr

Auf dem Myfest hat die Polizei 1500 Flaschen und Dosen sichergestellt - Flaschen sind dort verboten, weil sie - so war es in den vergangenen Jahren - als Wurfgeschosse zweckentfremdet werden können.

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20.01 Uhr

Die Demonstration "Krise beenden: Kapitalismus abschaffen" ist beendet. Der Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele (Grüne), mit dem Fahrrad unterwegs, lässt sich mit Demonstranten foografieren.

+++

19.55 Uhr

Die Demonstration erreicht über die Skalitzer Straße den Spreewaldplatz. Die Stimmung ist angespannt. An der Spitze des Zuges: ein "schwarzer Block" mit rund 600 schwarz gekleideten Linksautonomen. Polizisten mit Helmen eskortieren die Demonstration auf beiden Seiten. Die Stimmung im "schwarzen Block" ist aggressiv. Mit Sprechchören wird provoziert. Vermummte greifen Fotografen an. Weiter hinten im Zug ist es friedlicher.

+++

19.52 Uhr

Der Demonstrationszug biegt nun in die Wiener Straße ein. Unter den Demonstranten sind zahlreiche "Autonome", vermummt und schwarz gekleidet.

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19.40 Uhr

Weitere Feuerwerkskörper werden im vorderen Bereich des Demonstrationszuges gezündet.

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19.25 Uhr

Am Kottbusser Damm werden eine Rauchbombe und Feuerwerkskörper gezündet. Die Polizei zieht Einsatzkräfte dort zusammen. Insgesamt sind am 1. Mai in Berlin 7000 Beamte im Einsatz, darunter Unterstützerkräfte aus zehn Bundesländern und von der Bundespolizei. Auch an der Friedelstraße zünden Demonstranten Feuerwerkskörper.

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19.24 Uhr

Die Spitze der Demonstration "Krise beenden, Kapitalismus abschaffen" hat den Hermannplatz erreicht und biegt ohne Zwischenfälle in die Sonnenallee ein. Massives Polizeiaufgebot am Hermannplatz. Der Demonstrationszug kommt zügig voran. Bislang ist alles friedlich.

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19.05 Uhr

Mit einer Stunde Verspätung setzt sich der Zug der Demonstration "Krise beenden: Kapitalismus abschaffen" in Bewegung. Die Veranstalter weisen mit Durchsagen auf Alkohol- und Drogenverbot hin. Ebenfalls verboten sind übergroße Transparente.

+++

18.55 Uhr

Die Polizei schätzt, dass sich bislang um die 4000 Demonstranten auf der Kottbusser Brücke versammelt haben. Der Veranstalter der Linksextremisten-Demonstration "Krise beenden: Kapitalismus abschaffen" hat den Start der Veranstaltung verschoben. Wann die Demonstration beginnt, ist bislang unklar.

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18.50 Uhr

Die geplante Demonstration scheint sich zum Sonnenuntergang-Happening auf der Brücke zu entwickeln. Noch sieht es nicht nach Start Richtung Hermannplatz aus. Die Stimmung auf der Brücke und in den benachbarten Cafes und Kneipen: vorwiegend entspannt.

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18.15 Uhr

Am Kottbusser Tor in Kreuzberg: Mehrere tausend Menschen sind auf dem Platz. Autoverkehr und U-Bahn sind in Bewegung. Starkes Polizeiaufgebot.

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18.10 Uhr

In Kreuzberg, an der Kottbusser Brücke: Intensive Taschenkontrollen der Polizei - Glasflaschen sind bei der Demo verboten. Bislang ist hier friedlich. Der Start der Linksextremisten-Demonstration "Krise beenden: Kapitalismus abschaffen" ist verschoben.

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17.56 Uhr

In Prenzlauer Berg haben die Neonazi-Demonstranten den "Antreteplatz" verlassen und laufen unter Geleitschutz der Polizei über die Bornholmer Brücke zum S-Bahnhof.

+++

17.54 Uhr

Die Polizei meldet, dass die "Revolutionäre 1. Mai-Demonstration" ohne Vorkommnisse verlief - nicht zu verwechseln mit der Demonstration "Krise beenden: Kapitalismus abschaffen", die um 18 Uhr beginnen sollte und im vergangenen Jahr Ausgangspunkt für schwere Krawalle war. Die "Revolutionäre 1. Mai-Demonstration" jedenfalls, die für die Zeit von 11 Uhr bis 18 Uhr 15 für eine Strecke vom Oranienplatz in Kreuzberg bis zur Reichenberger Straße angemeldet war, startete gegen 13.40 Uhr, führte wie geplant durch das Veranstaltungsgebiet des "Myfests" und endete mit rund 150 Personen kurz nach 15 Uhr.

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17.40 Uhr

Der Demonstrationszug hat den sogenannten "Antreteplatz" erreicht, den Startpunkt der Neonazi-Veranstaltung. Die Polizei sammelt die Demonstranten und wird sie anschließend zum S-Bahnhof Bornholmer Straße geleiten.

+++

17.28 Uhr

Der Demonstrationszug der Rechtsextremisten in Prenzlauer Berg stoppt immer wieder, weil spontane Zwischenkundgebungen abgehalten werden. Anscheinend wird versucht, so die Demonstration in die Länge zu ziehen und so die Abfahrt der Neonazis vom S-Bahnhof Bornholmer Straße zu verzögern.

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17.18 Uhr

Einige Polizeibeamte wurden von Flaschen getroffen, die die Gegendemonstranten in Richtung Neonazis geworfen hatten. Verletzt wurde indes niemand. Außerdem wurde am Rande der Demonstration ein sogenannter "Nebeltopf" angezündet, eine Art Rauchbombe. Die Gegendemonstranten begleiten derzeit den Rückzug der Rechten, laufen parallel, aber abgesperrt.

+++

17.12 Uhr

Nach Angaben der Polizei hat der Veranstalter der Neonazi-Demonstration in Prenzlauer Berg angeboten, an der Ecke Schönhauser Allee umzudrehen und zurück zur Bösebrücke zu ziehen. Es ist geplant, dort die Demonstration auch zu beenden. Hintergrund ist offenbar, dass sich entlang der Demonstrationsroute nach wie vor viele Menschen auf Hausdächern befinden - das erschien dann doch zu gefährlich. Damit die Teilnehmer der Rechtsextremisten-Demo den Ort des Geschehens schnell verlassen können, wird derzeit geprüft, ob Busse und bahnen im Umfeld des S-Bahnhofs Bornholmer Straße mit einem verkürzten takt fahren können, als: öfter als geplant. Vorläufiges Fazit der Berliner Polizei: Bislang blieb es bei der Demo ruhig - und niemand wurde verletzt.

+++

17.01

Laut Polizei-Pressesprecher Thomas Goldack ist unter den 250 festgenommenen Rechten auch der NPD-Vorsitzende von Berlin, Jörg Hähnel.

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16.45 Uhr

Prenzlauer Berg: Die Neonazis drehen um und ziehen zurück Richtung Bornholmer Straße. Von den Gegendemonstranten sind laute Jubelschreie zu vernehmen.

+++

16.42 Uhr

Am Kurfürstendamm hat sich der voll besetzte Gefangenentransporter - ein BVG-Bus, der als Fahrtziel "Sonderfahrt" anzeigt - in Bewegung gesetzt. Die Polizei zieht langsam ab, der Kurfürstendamm ist aber noch weiter gesperrt.

+++

16.26 Uhr

Die Polizei beurteilt Lage am Prenzlberg als bislang ruhig. Die genaue Route der Neonazi-Demonstration wird weiterhin nicht bekannt gegeben - allerdings steckt der Zug der Rechtsextremisten schon eine geraume Zeit fest.

+++

16.01 Uhr

Nachdem er seine Sitzblockade beendet hat, sagte Wolfgang Thierse Morgenpost Online: „Ich weiß, dass es nur eine Minderheit ist, aber es macht mir Angst, dass diese Leute hier marschieren und dabei sehr aggressiv sind.“Die Stimmung entlang der Demonstrationsroute ist aufgeheizt, aber nicht allzu kampfbereit. Allerdings wurde ein Übertragungswagen des RBB mit Steinen beworfen worden.

+++

16.00 Uhr

Der Demonstrationszug der Neonazis befindet sich jetzt kurz vor der Seelower Straße. Auch hier stehen vereinzelt Personen auf den Dächern der Häuser an der Bornholmer Straße. Die Polizei versucht im Moment, Kontakt zu den Menschen auf den Dächern herzustellen. Die Personen werden - sofern es keine Bewohner der Häuser sind - darauf hingewiesen, dass sie eine Straftat begehen, nämlich Hausfriedensbruch.

+++

Foto des Tages - von Twitpic beziehungsweise von Twitter-User Matzinho75 (hat ein Freund gemacht).

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15.59 Uhr

Laut Polizei wird den Rechtsextremisten am Kurfürstendamm unter anderem auch Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen - die Neonazis hatten keine Demonstration angemeldet. Die festgenommenen Rechten werden zur Gefangenensammelstelle gebracht - mit einem BVG-Bus, der als Fahrtziel "Sonderfahrt" anzeigt. Derzeit warten noch rund 20 Rechte am Adenauerplatz darauf, dass sie durchsucht und ihre Personalien aufgenommen werden. Alles läuft organisiert, ruhig und akribisch ab.

+++

15.54 Uhr

Sitzblockade an der Bornholmer Straße ist aufgelöst. Einige Teilnehmer wurden weggetagen, andere gingen freiwillig. Wolfgang Thierse stand nach der Aufforderung der Beamten auf.

+++

15.47 Uhr

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) und andere Politiker haben mit einer Sitzblockade den Neonazi-Aufmarsch in Prenzlauer Berg vorläufig gestoppt. Trotz mehrmaliger Aufforderung der Polizei blieben sie auf der Bornholmer Straße sitzen. Zuvor waren sie dem Zug von 500 Rechtsextremen mit einem Transparent „Berlin gegen Nazis“ vorangegangen. Thierse hat seinen Wahlkreis im Stadtteil Prenzlauer Berg.

+++


15.43 Uhr

In Prenzlauer Berg räumt die Polizei die Dächer entlang der Neonazi-Demonstrationsroute.

15.38 Uhr

Festnahme und Abtransport der Rechtsextremisten am Kurfürstendamm dauern an. Die noch nicht festgenommenen Neonazis sind von der Polizei eingekesselt worden und skandieren Parolen. Passanten beobachten überrascht und interessiert das an diesem Ort nicht erwartete Geschehen. Die Polizei hat die Lage vollständig unter Kontrolle. 160 Neonazis werden festgenommen - zuvor waren bereits 90 Rechtsextremisten auf dem Weg von S-Bahnhof Halensee in Richtung Kurfürstendamm in Gewahrsam genommen worden. Am S-Bahnhof hatte es Auseinandersetzungen mit der Polizei gegeben.

+++

15.27 Uhr

Die Neonazis sind auf ihrer Route: Zwischen den rund 700 rechtsextremen Demonstrationsteilnehmern und den Gegendemonstranten - mehrere tausend - gibt es eine Pufferzone. Aus der Menge der Gegendemonstranten fliegen vereinzelt Flaschen und andere Gegenstände. Bislang wurde keine der rechtsextremistischen Demonstranten getroffen.

+++

15.25 Uhr

Zahlen: In Prenzlauer Berg marschieren rund 700 Neonazis (Quelle: Polizei Berlin). Deren Demonstrationsroute wollen laut Polizei mehrere tausend Menschen blockieren; der Veranstalter der Gegendemonstration, das Bündnis „1. Mai – Nazifrei!“, nennt die Zahl von 10.000 Menschen. In Charlottenburg haben sich am S-Bahnhof Halensee rund 400 Neonazis versammelt, von denen sich rund 160 anschließend Richtung Kurfürstendamm bewegten und dort eine Sitzblockade veranstalteten. Die Neonazis wurden festgenommen: 90 am S-Bahnhof, 160 am Kurfürstendamm. Weitere Rechtsextremisten sollen indes noch in der City West unterwegs sein.

+++


15.11 Uhr

Die Polizei geht nach Angaben ihres Sprechers Thomas Goldack davon aus, dass die Aktion der Rechtextremisten am Kurfürstendamm nicht spontan erfolgte, sondern geplant war. Inzwischen haben die Beamten mehrere Rädelsfüher identifiziert, die allesamt festgenommen werden. Wie Goldack weiter sagte, verfügt die Polizei über beweiskräftiges Videomaterial.

+++

15.09 Uhr

Am Kurfürstendamm hat die Polizei die dort festgesetzten Rechtsextremisten wegen schweren Landfriedensbruch festgenommen. Die Neonazis hatten auf dem S-Bahnhof Halensee Polizeibeamte angegriffen.

+++

15.04 Uhr

An der Kreuzung Schönhauser Allee/Wisbyer Straße hat die Polizei gewaltsam einen Hauseingang geöffnet, um Gegendemonstranten, die sich auf dem Dach des Gebäudes aufhalten, herunterzuholen. Offenbar besteht die Befürchtung, dass die zahlreich auf den Dächern stehenden Gegendemonstranten Gegenstände auf den Demonstrationszug der Rechten werfen könnten.

+++

14.53 Uhr

Die Neonazi-Demonstration in Prenzlauer Berg setzt sich langsam in Bewegung - laut Polizei nehmen rund 700 Rechtsextremisten teil.

+++

14.52 Uhr

An Charlottenburger S-Bahnhof Halensee ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizeibeamten und Rechtsextremisten gekommen. Die Angreifer aus der Neonazi-Gruppe, die sich inzwischen auf dem Kurfürstendamm zwischen Olivaerplatz und Adenauer Platz aufhält, wurden festgenommen. Die Stimmung bei den Neonazis ist aggressiv, weitere Zwischenfälle gab es bislang nicht. Offenbar sind in Charlottenburg aber noch mehr Angehörige der rechten Szene unterwegs: Nach Angaben von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sind am S-Bahnhof Halensee rund 400 Rechtsextremisten ausgestiegen, etwa 160 sitzen nun am Kurfürstendamm fest.

+++

14.50 Uhr

Prenzlauer Berg: An der Ecke Ecke Bornholmer Straße/Schönhauser Allee stehen nun etwa 1000 Gegendemonstranten - und blockieren auch die Straßenbahn. Wo der Demonstrationszug der Rechtsextremisten entlang gehen wird, ist weiterhin nicht klar.

+++

14.45 Uhr

Am Kurfürstendamm nimmt die Polizei die Neonazis fest. Sie sollen zur Gefangenensammelstelle transportiert werden - derzeit wartet man am Ort des Geschehens auf die Gefangenentransporter. Ein großer Teil der rund 160 Rechtsextremisten gehört zu den so genannten "Freien Kräften" aus Brandenburg.

+++

14.38 Uhr

Insgesamt sind etwa 160 Rechtsextremisten am Kurfürstendamm: Sie sind überwiegend schwarz gekleidet, tragen Sonnebrillen und schwarze Mützen. Die Kreuzung am Olivaer Platz ist derzeit nur noch für Radfahrer und Fußgänger passierbar. Die Neonazis kommen vorwiegend aus Magdeburg und Brandenburg/Havel.

+++

14.31 Uhr

Auf dem Kurfpürstendamm sitzen zwei Neonazi-Gruppen an der Kreuzung Ku’damm/Giesebrechtstraße vor der Berliner Bank und vor der Commerzbank. Die Lage ist ruhig. Der Kurfürstendamm ist ab Olivaer Platz gesperrt. Buslinien werden über die Konstanzer Straße umgeleitet.

+++

14.28 Uhr

Ecke Schönhauser Allee/Wisbyer Straße: Minestens 1000 Gegendemonstranten haben sich hier versammelt; sie stehen auch auf den Dächern und Balkonen der umliegenden Häuser.

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14.21 Uhr

Am Kurfürstendamm ist die Polizei mit zwölf Mannschaftswagen vorgefahren: Die rund 160 Rechtsextremisten, die dort zunächst eine Siotzblockade veranstaltet hatten, werden aufgefordert, wieder in die S-Bahn zu steigen und sich vom Kurfürstendamm zu entfernen.

+++

14.15 Uhr

Auf dem sogenannten "Antreteplatz" der Neonazi-Demonstration am S-Bahnhof Bornholmer Straße verzögert sich der Start des Rechtsextremisten-Zugs. Laut Polizei warten Demo-Teilnehmer auf Verstärkung. Bislang sind nur wenige hundert Neonazis dort, deshalb ist unklar, wann die Demonstration startet.

+++

14.07 Uhr

Am S-Bahnhof Bornholmer Straße - Startpunkt der Neonazi-Demonstration: Die Polizei sperrt die Bösebrücke ab; Demonstranten werden durchsucht. Die Lage ist friedlich

+++

13.53 Uhr

Die Neonazi-Demonstration in Prenzlauer Berg hat begonnen. Statt der erwarteten 3000 Rechten sind nur 300 bis 350 vor Ort. Nach Angaben des Veranstalters der Gegendemonstration portestieren bis zu 3000 Menschen gegen den Rechtsextremisten-Aufzug - die Polizei dagegen spricht von "mehreren hundert Menschen".

+++

13.30 Uhr

Mehr als 100 Neonazis sind am S-Bahnhof Halensee in Charlottenburg aus der S-Bahn ausgestiegen. Nach Angaben von Polizeisprecher Frank Millert wollen die etwa 100 bis 300 Rechtsextremen auf dem Kurfürstendamm marschieren. Es gab eine Sitzblockade der Rechten. Die Polizei setzte zwölf Mannschaftswagen vom Polizeipräsidium Platz der Luftbrücke aus ein, um den unerlaubten Aufzug zu unterbinden. Auf dem vorgesehenen Aufmarschplatz an der Bornholmer Straße haben etwa 100 Neonazis versucht, die Polizeisperren zu umgehen und direkt auf die Demonstrationsroute zu gelangen.

+++

13 Uhr

Die Berliner Polizei rechnet nun mit rund 1000 Neonazis in Prenzlauer Berg. Doch noch haben sich an der Bornholmer Straße deutlich weniger versammelt. Wann sich der Zug in Bewegung setzen wird, ist derzeit noch unklar. Ursprünglich war mit einem Start gegen 12 Uhr gerechnet worden.

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12.30 Uhr

„Es ist nicht meine Art, mich in ein Abenteur zu stürzen“, sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) am Berliner S-Bahnhof Bornholmer Straße auf die Frage, ob er sich an einer Sitzblockade des linken Bündnisses gegen den Neonazi-Aufmarsch beteiligen würde.

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12.25 Uhr

Bei der traditionellen Mai-Kundgebung der Gewerkschaft DGB demonstrieren in Berlin nach Agenturangaben mehrere Hundert Menschen für gerechte Löhne und sichere Jobs. Ort der Abschlusskundgebung ist das Brandenburger Tor.

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12.20 Uhr

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagt zur Lage an der Bornholmer Straße: „Es ist bisher sehr friedlich.“ Es seien zunächst weit weniger Neonazis und linke Gegendemonstranten versammelt als erwartet. Dass die Polizei eine Blockade mit rund 500 Anhängern des Linksbündnisses auflösen musste, gehöre dazu. „Wie der heutige Tag verlaufen wird, werden wir aber am Abend sehen“, sagte der Senator.

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11.28 Uhr

Am S-Bahnhof Bornholmer Straße haben sich bislang etwa 50 Neonazis versammelt. Allerdings sind mehrere Hundert im gesamten Stadtgebiet noch auf dem Weg nach Prenzlauer Berg.

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11.15 Uhr

Gegendemonstranten versuchen rund um die Bornholmer Straße, über Seitenstraßen an die Demoroute der Neonazis vorzudringen.

Auch der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse (SPD), ist vor Ort.

+++

10.40 Uhr

Die Sitzblockaden an der Bornholmer Straße Ecke Björnsonstraße sind beendet. Polizisten haben Demonstranten an der Bösebrücke über dem S-Bahnhof Bornholmer Straße hinter eine Absperrung getragen. Nach Augenzeugenberichten wurde auch Pfefferspray eingesetzt. In Nebenstraßen standen Wasserwerfer bereit.

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10.35 Uhr

Wegen der Polizeieinsätze in Prenzlauer Berg und Wedding ist nach Angaben der BVG die U-Bahn-Linie 2 zwischen den Bahnhöfen Pankow und Rosa-Luxemburg-Platz "bis auf Weiteres"unterbrochen. Ein Umsteigen auf Tram und Bus ist ebenfalls „aufgrund von Polizeieinsätzen wegen des 1. Mai“ am Halt Eberswalder Straße nicht mehr möglich.

+++

10.20 Uhr

Eine erste Lageeinschätzung von Innensenator Körting, der an der Bornholmer Straße ist: "Die linken Demonstranten verhalten sich zwar rechtsbrechend, aber noch friedlich."

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10.10 Uhr

Die Polizei löst an der Bornholmer Straße Sitzblockaden linker Demonstranten auf. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) ist vor Ort.

+++


9.50 Uhr

Rund 400 bis 500 Linke sind mit der S-Bahn an der Borholmer Straße angekommen. Allerdings ist an der Behmstraße für sie Schluss, die Polizei hat den weiteren Weg für sie abgesperrt. Damit sind die linke Gegendemonstranten etwa 400 Meter vom Aufmarschpunkt der Neonazis entfern.

+++


9.10 Uhr

Auf dem Bahnhof Ostkreuz versammeln sich rund 200 Linke, um geschlossen zur Bornholmer Straße zu fahren. Dort, in Prenzlauer Berg, planen Rechtsextremisten einen Aufmarsch.

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